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  • Katerina Nemec

Tipps zum gemeinsamen Lesen

Zunächst einmal - Vorbild sein! Wenn Sie selbst nie Bücher in die Hand nehmen, wird Ihr Kind auch nicht so schnell auf die Idee kommen.

  • Bücher kindgerecht aufbewahren. Am besten Sie schaffen für Ihr Kind schon ganz früh eine kleine Bücherecke, ein Regal oder ein Körbchen, etc., etwas, das leicht zugänglich ist, schon im Krabbelalter. Legen oder stellen Sie dort Bücher hinein, die „behandelt“ werden können, also nicht die schönsten neuesten Bilderbücher, sondern solche, mit denen Ihr Kind ruhig auch mal spielen darf, mit denen es einen Turm bauen darf, es wie ein Dach über den Kopf halten darf, etc. Meine Tochter blätterte unwahrscheinlich gerne in Büchern – auch kleine Wörterbücher liebte sie, und bediente sie wie ein Daumenkino. Ich holte in einem Trödelladen Kinderbücher die eigentlich für die Größeren waren. Hauptsache erst einmal das Regal füllen, mit kindgerechten Büchern, die kaputt gehen durften. Und ein Bild lässt sich immer erzählen – man muss nicht das ganze Buch lesen.


  • Jedes neue Buch mit dem Kind gemeinsam ansehen! Neue Dinge fesseln schnell die Aufmerksamkeit des Kindes, denn es ist von Natur aus neugierig, jedoch vermögen diese neuen aufregenden Dinge nicht, diese Aufmerksamkeit zu halten. Kleine Kinder brauchen eine Art Anleitung, was sie mit all diesen Dingen denn nun anfangen können. Bei Büchern geht es nicht nur darum, Ihrem Kind die Geschichte zu erzählen, sondern auch zu erörtern, ob Ihr Kind sich vor etwas fürchtet, ob es vielleicht Fragen hat zu einer bestimmten Situation. Das kann schon die ganz kleinen Kinder betreffen, etwa wenn sie ein Bild sehen, in dem die Figur weint, oder traurig kuckt – ein Kind möchte wissen warum das so ist, und wie kann man dieser Figur helfen, wie sie trösten – zeigen Sie Ihrem Kind dass es weiter geht, dass diese traurige Situation eine Lösung findet. Gerade die knapp Einjährigen müssen erst lernen, dass sich mehrere Bilder zu einer Geschichte entwickeln. Die Situation ändert sich von einem Bild zum nächsten.


  • Werden Sie nicht ungeduldig, wenn Ihr Kind bei einem Bild verharrt. Eine Geschichte braucht ihre Zeit – und die ist nicht immer gleich lang. Im Kopf Ihres Kindes passieren sehr viele Sachen, während es sich die Bilder betrachtet. Unglaublich viele Verbindungen muss das Gehirn herstellen. Da gilt es die verschiedenen Figuren auf dem Bild in eine Beziehung zu bringen, die Situation, das Geschehen, die Stimmung, all das wird kombiniert mit den Worten, die Sie zu dem Bild lesen oder erzählen! Dazu kommt noch die Verbindung zur realen Welt, zur eigenen Umgebung Ihres Kindes. Es ist eine ganzer Film in einem Bild versteckt – deshalb bei nele lele auch immer ein Erzählbild. Hier können Sie gut erkennen, was Ihr Kind gerade beschäftigt, wie lange es bei einem Bild, bei einem Thema verweilen möchte. Was es schon selbst erzählen kann, mit dem Finger, mit Tönen, mit Lallen, oder schon mit einzelnen Worten.


  • Lesen Sie so oft wie möglich mit dem Finger mit. Zeigen Sie Ihrem Kind, was Sie gerade lesen. In den Nele und Pet Geschichten achten wir darauf, dass sich so viele Worte wie möglich auch tatsächlich auf dem Bild zeigen lassen. Das hilft nicht nur Ihrem Kind zu verstehen, es fesselt auch seine Aufmerksamkeit. Wahrscheinlich möchte es, dass Sie die Geschichte einige Male wiederholen. Die meisten Babys und Kleinkinder lieben Wiederholungen mehr als das Nacheinanderlesen von immer neuen Geschichten. Das gibt ihnen Sicherheit. Und sie lernen eine ganze Menge dabei. Vielleicht erzählt Ihr Kind die Geschichte bald sich selbst oder seinen Kuscheltieren...


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